Ausbildung in bewegten Zeiten

Nach zweieinhalb Jahren Ausbildung in der Evangelischen Kirchengemeinde Kleinheubach  wurde Vikarin Stephanie Mainka am Sonntag, den 7. August in Kleinheubach verabschiedet. Ab September tritt sie eine Pfarrstelle in Mainaschaff an und wird im Oktober zur evangelischen Pfarrerin ordiniert werden.
Im Gottesdienst im Kleinheubacher Kirchhof verabschiedete sich Vikarin Mainka von der Kirchengemeinde. „Danke für die viele Zeit, die so viele Ehrenamtliche in die Kirchengemeinde investieren“, sagte sie in ihrer Predigt zu den zahlreichen Ehrenamtlichen, die gekommen waren um sich von ihr zu verabschieden.
Vikarin Mainka hatte in ihrer Zeit in Kleinheubach nicht nur den Beruf der Pfarrerin gelernt, sondern auch selbst das Gemeindeleben vor Ort mitgeprägt. Einer ihrer Schwerpunkte war die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, außerdem rief sie die Gruppe „Strickliesel trifft Nadelfee  -und tut Gutes“ ins Leben. Dementsprechend dankte die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Dr. Kerstin Pechtold-Kuch im Namen der Kirchengemeinde für die vielfältigen Impulse, die Vikarin Mainka setzte und die offene und herzliche Art des Umgangs. Bürgermeister Thomas Münig wiederum erinnerte an die gute Zusammenarbeit von Frau Mainka mit Kommune und Vereinen. „Als Pfarrerin können Sie Menschen Schutz und Halt geben – so wie die Kleinheubacher Kirchenburg“, sagte Münig
 „Die Ausbildung von Stephanie Mainka fiel in eine besondere Zeit“, erklärte Pfarrerin Judith Haar-Geißlinger in ihrem Rückblick als Ausbilderin. Schon kurz nach Beginn des Vikariats im März 2020 legte die Corona-Pandemie das Gemeindeleben, wie man es kannte, völlig lahm. Immer wieder war Improvisationstalent gefragt. Konfirmandenunterricht als zoom-Konferenz, Gottesdienste mit Masken und Abstand, Seelsorge am Telefon. „Es ging in diesen Jahren nicht nur darum, den Beruf der Pfarrerin zu lernen“, so Haar-Geißlinger“, sondern immer wieder zu überlegen, wie wir überhaupt in diesen Zeiten als Kirchengemeinde leben können“.  An den Gottesdienst schlossen sich Gespräche bei Kaffee und Kuchen unter den Linden im Kirchhof an.