„Gott ist da“ – ein festlicher und lebendiger Konfirmationsgottesdienst in Kleinheubach

Zehn Jugendliche wurden am 17. Mai 2026 in der Evangelischen Kirchengemeinde Kleinheubach konfirmiert – und der Gottesdienst zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig Kirche sein kann. Schon beim Betreten der gut gefüllten Kirche wurde deutlich: Dieser Tag ist etwas Besonderes. Liebevoll hatten Eltern den Raum geschmückt, bunte Luftballons spannten sich symbolisch in Richtung Himmel und verliehen dem festlichen Anlass eine leichte, hoffnungsvolle Atmosphäre. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band „Rejoice“, die mit schwungvollen Liedern den Gottesdienst prägte. Ein besonderer Moment: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden selbst sangen den Popsong „My Lighthouse“ – und griffen damit das zentrale Thema des Gottesdienstes auf.

Pfarrerin Judith Haar-Geißlinger stellte ihre Predigt unter das Leitwort „Gott ist da“. Mit dem Bild eines Leuchtturms beschrieb sie Gott als Orientierung in schwierigen Zeiten: ein Licht in der Dunkelheit, verlässlich auch bei Sturm und Regen. Eine Zusage, die den Jugendlichen Mut machen soll für ihren weiteren Lebensweg. Gestaltet wurde der Gottesdienst nicht nur von der Pfarrerin, sondern auch von jugendlichen Teamern und den Konfis selbst. So entstand eine Feier, die zugleich kreativ, persönlich und feierlich war. Auch die Patinnen und Paten spielten an diesem Tag eine wichtige Rolle. Als Zeichen der Wertschätzung erhielten sie jeweils eine Rose – ein kleines Dankeschön für ihre Begleitung auf dem bisherigen Lebens- und Glaubensweg.

Die Konfirmation bildet den Abschluss einer eineinhalbjährigen Konfirmandenzeit. Eine Zeit, die von Gemeinschaft und vielfältigen Erfahrungen geprägt ist. Ein Höhepunkt war die Freizeit auf der Burg Breuberg, die vielen in besonderer Erinnerung geblieben ist. Darüber hinaus standen unter anderem ein Besuch im Bibelhaus in Frankfurt sowie eine Übernachtung im katholischen Jugendhaus in Kleinheubach auf dem Programm. Auch soziale Erfahrungen gehörten dazu: Einige der Jugendlichen besuchten den Seniorenkreis und kamen beim gemeinsamen Spielen mit älteren Gemeindemitgliedern ins Gespräch. Kreativ wurde es bei einem Projekt zu Bibelversen: Die Konfis bauten einen Automaten, der auf Knopfdruck ermutigende Worte aus der Bibel ausgibt. So zeigt sich die Konfirmandenzeit als bunte und intensive Phase, in der Gemeinschaft im Mittelpunkt steht – und zugleich Raum ist, den eigenen Glauben kennenzulernen und zu hinterfragen. Mit der Konfirmation sagen die Jugendlichen nun selbst „Ja“ zu ihrem Glauben. Es ist ein Schritt ins Erwachsenwerden – auch in religiöser Hinsicht. Ein Schritt hin zu einem eigenen Standpunkt, getragen von der Erfahrung, dass Glaube Halt geben kann und vielleicht sogar so etwas wie Heimat ist.