Ehrenamtliche für Prävention sexualisierter Gewalt sensibilisiert

Wie lassen sich Grenzverletzungen erkennen? Wo beginnt sexualisierte Gewalt? Und wie können Ehrenamtliche dazu beitragen, dass kirchliche Angebote sichere Orte sind? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Kleinheubach bei einer Schulung zur Prävention sexualisierter Gewalt am 28. September. Ein großer Teil der Teilnehmenden engagiert sich in der Evangelisch-Öffentlichen Bücherei Kleinheubach. Geleitet wurde der Abend von der Präventionsberaterin Andrea Bauer. Im Mittelpunkt stand nicht allein die Vermittlung von Wissen. Die Ehrenamtlichen sollten dafür sensibilisiert werden, genau hinzusehen, persönliche Grenzen wahrzunehmen und das eigene Verhalten und Miteinander zu reflektieren. 
Die Schulung ist Teil des Präventionsprogramms der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Nach den kirchlichen Vorgaben sollen hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeitende zum Thema sexualisierte Gewalt geschult werden. Ziel ist es, Mitarbeitende sprach- und handlungsfähig zu machen und kirchliche Angebote zu möglichst sicheren Orten zu entwickeln. 
Bei der Kleinheubacher Schulung näherten sich die Teilnehmenden dem schwierigen Thema auf unterschiedliche Weise. Andrea Bauer zeigte die beiden Filme „Nein heißt Nein“ und „Wie nah ist zu nah?“. Sie gaben Anstöße, darüber nachzudenken, wie persönliche Grenzen wahrgenommen und respektiert werden können. An diesem Abend wurde deutlich: Prävention beginnt mit Aufmerksamkeit. Es geht darum, sensibel für Grenzverletzungen zu sein, respektvoll miteinander umzugehen und zu wissen, wie man in problematischen Situationen reagieren kann.
Die Schulung für Mitarbeitende ist nur ein Teil des umfangreichen Schutzkonzepts der Kirchengemeinde. Weitere Bestandteile sind z.B. die Überprüfung von Führungszeugnissen für diejenigen Mitarbeitenden, die mit Kindern arbeiten, und die Verpflichtung auf einen Verhaltenskodex für alle Mitarbeitende.